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Aussaat – so funktioniert es !

Von am Mrz 10, 2016 in Garten & Natur | 4 Kommentare

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 Und ? Habt Ihr Lust bekommen, es mit der Aussaat selbst zu versuchen?

Nachdem ich Euch in meinem letzten Post zum Thema Aussaat vorgestellt habe, was ich daran so faszinierend finde und warum und wieso ich das Ganze überhaupt veranstalte, geht es in diesem Post nun darum, wie ich bei der Aussaat vorgehe und welche Hilfsmittel ich dabei gebrauche.

Wenn Ihr den ersten Teil noch nicht gelesen habt, dann klickt bitte hier:

Ausssaat leicht gemacht: Mein Erfahrungsbericht

 

aussaat

Beschriftung ist bei mir das A und O – mehr in der Box:

Jedes Kind muss einen Namen haben ...

…wir wollen ja schließlich wissen, mit wem wir es zu tun haben ! Für mich ist die Beschriftung meiner Aussaaten ausgesprochen wichtig. Warum ?

 

Bei größeren Mengen weiß ich irgendwann nicht mehr, was sich in welchem Topf befindet. Und gerade zu Beginn sehen Keimlinge doch fast alle irgendwie gleich aus – ein zartes Stängelchen mit zwei rundlichen Keimblättchen. Mit etwas Übung halte ich sie jetzt schon an der Größe auseinander. Zucchini- und Kürbis-Keimlinge ? So gut wie keine Chance – die zwei sind verwandt und die Familienähnlichkeit lässt sie fast wie Zwillinge aussehen.

Ich verfolge und dokumentiere den Entwicklungsprozess meiner kleinen Lieblinge natürlich. Neben dem Auseinanderhalten möchte ich natürlich auch wissen, welche Sorten z.B. als Keimling Probleme haben, krank werden und absterben. Diese Sorten tausche ich dann im nächsten Jahr gegen andere aus oder ich versuche es neu und ändere die Keim- und Anzuchtbedingungen. Anzuchtplatten und – Wannen beschrifte ich mit meinem Letratag (anderen sind diese Geräte zum Bedrucken von Klebebändern auch als P-Touch oder Labelmaker bekannt).

 

Größere Töpfe oder solche, an denen die Klebebänder nicht halten wollen, bekommen Steck-Etiketten aus weißem Kunststoff, die ich mit einem wasserfesten Stift beschrifte. Spätestens beim Auspflanzen bekommen die großen Pflanzen dann ein Namens-Etikett zum Anbinden oder Andrahten. Etiketten zum Stecken und Anbinden gibt es in Gartencentern.

 

Ich kann aber, gerade wenn man größere Mengen braucht, einen Blick ins Netz nur empfehlen.

Zugegeben, Aussaat ist schon ein bißchen Arbeit !

 

Doch die mache ich mir gern. Natürlich  habe ich auch schon die Direkt – Aussaat im Freiland ausprobiert. Nur war ich mit dem Ergebnis nicht sonderlich zufrieden. Die Keimungsbedingungen lassen sich draußen einfach schlechter kontrollieren als bei der Aussaat im Haus.

Meine Parzelle liegt am äußeren Rand unserer Kleingarten-Anlage. Hinter Hecke, Zuwegung und der Baumreihe ist nur noch ein Acker, auf dem im Sommer Mais wächst, d.h. zur Zeit ist er komplett kahl. Dementsprechend zugig und kalt ist es in meinem Garten, in diesem Frühjahr ganz besonders, weil wir aufgrund von Auflagen der Stadt Oldenburg die Hecke an der Längsseite meines Gartens ordentlich stutzen mussten. Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass sogar die Schneeglöckchen sich mit ihrem Erscheinen mehr Zeit gelassen haben als im letzten Jahr.

Aussaat, Zucchini-Keimling

Ein Zucchini-Keimling hat den Durchbruch geschafft…

Der Sandboden in meinem Garten kann ein weiterer Faktor sein, warum ich mit den Ergebnissen der Direkt – Aussaat nicht zufrieden bin: Er hält das Wasser schlecht.

Wer erinnert sich noch an den Frühling im letzten Jahr? Hier oben im Norden waren die Nächte bis spät in den Mai hinein sehr kalt ! Das Klima im Frühjahr ist nun einmal unberechenbar. So hatten wir schon Ostern im Schnee, ich kann mich aber auch an sommerliche Temperaturen erinnern.

 Dazu kommen Vögel und andere Tiere auf der Suche nach Nahrung. Aus all diesen Gründen bevorzuge ich dort, wo dies eben möglich ist, die Aussaat und Vorkultur im Haus. Sie gewährt den jungen und noch empfindlichen Pflanzen einen optimalen Start und sie können sich gesund entwickeln. Später, wenn die Temperaturen draußen milder und stabiler werden, härte ich sie dann nach und nach ab.

Ich habe es im ersten Post schon geschrieben und werde auch nicht müde, es immer wieder zu schreiben – die wichtigste aller Fragen lautet:

 

Wo kommt die Pflanze her?

Denn die Anpassung an ihren natürlichen Lebensraum steckt ihr in den Genen – wie uns Menschen ja irgendwie auch. Natürlich können Züchter daran arbeiten, eine Pflanze toleranter z.B. für Kälte, Hitze, Trockenheit zu züchten oder über die Kreuzung bestimmter sehr gesunder Sorten eine gewisse Resistenz für häufig auftretende Krankheiten zu schaffen.  Trotzdem werden Tomaten, Kürbisse, Melonen, Gurken, um nur ein paar zu nennen, immer Pflanzen sein, die es warm, nährstoffreich und gut gewässert lieben. Mal ganz davon abgesehen: Wenn man sich einmal so mit einer Pflanze auseinandergesetzt hat, hilft einem dies wie eine Eselsbrücke und es fällt mir zumindest leichter, mir die Ansprüche der Pflanze an ihre Umgebung besser zu merken.

Aus diesem Grund geht mein erster Blick immer erstmal auf die Rückseite der Samenpackung !

Dort steht beschrieben, welche Bedingungen die Pflanze für die Keimung benötigt. Dabei ist mir zuerst die Temperatur wichtig. Ich unterteile das Saatgut grob in die folgenden Gruppen, die ich hier als Tabelle dargestellt habe:

Ich habe schon vor meinem Start als Kleingärtnerin gerne mit Saatgut experimentiert. Meine letzte Wohnung hatte einen Innenhof, den ich mit Blumenkübeln vollgestellt hatte. Damals hatte ich meine Anzuchtschale für diese wärme liebenden Keimlinge immer im Heizungsraum stehen, denn dort war es naturgemäß immer wärmer als im Rest der Wohnung.

Nun kann man einen Innenhof von 8 qm Grundfläche nicht mit einem 300 qm großen Garten vergleichen. Die Mengen, die ich heute ansähe, sind ganz andere als die von damals. Darum habe ich  mir zu Beginn meines Kleingärtner-Daseins ein beheiztes Zimmer-Gewächshaus zugelegt. Dabei handelt es sich um eine einfache Platte, die sich auf konstant 20 Grad C erwärmt.

Die kleinen Wannen fülle ich mit Anzucht – Erde und dem jeweiligen Saatgut. Der Deckel für die Wanne ist aus durchsichtigem Kunststoff und hat Öffnungen zum Belüften des Behälters, die ich ganz nach Bedarf stufenlos öffnen und schließen kann. Wenn ich auf die  Erde in der Wanne fasse, fühlt sich die nicht nass, matschig und kalt an sondern immer etwas erwärmt.

Diese Pflanzen haben ihre Geburtsstation gerne etwas kühler temperiert. Meistens handelt es sich dabei um Pflanzen, die dem Ursprung nach bei uns heimisch sind oder zumindest aus Gegenden mit ähnlichen klimatischen Bedingungen stammen.

Ein beheiztes Zimmergewächshaus ist hier nicht nötig. Der perfekte Standort für die Aussaat sind  bei mir Räume, die ich so gut wie nie heize, wie z.B. mein Büro oder Schlafzimmer. Was ich allerdings immer beachte: Die Aussaat braucht für für die  Keimung konstant feuchte Erde, die nicht austrocknen darf. Darum spanne ich etwas Frischhaltefolie über den Topf.

Viele benutzen auch Glasscheiben zum Abdecken ihrer Aussaat – Wannen. Für diese Zwecke gibt es auch kleine Zimmergewächshäuser ohne Heizung – im Frühling liegen sie in Baumärkten und Gartencentern überall aus, sie passen auf jede Fensterbank und sind für geringes Geld zu haben.

Spät ist bei mir alles, was ab April in die Töpfe kommt, also Zucchini, Kürbis, Gurken und bestimmte Blumen.

Die Späten sind aber auch die Schnellen – sie sind bis Mitte Mai (wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind) groß genug, um ausgepflanzt werden zu können. Schon mal einen Zucchini-Keimling gesehen? Schon als Baby ein Riese !

Ob ich die Aussaat – Schalen nun auf die Wärmeplatte stelle oder in eins der kühlen Zimmer, hängt wieder von der bevorzugten Keimtemperatur ab.

Für mich kennzeichnet eine gute Marke ihr Lichtkeimer-Saatgut immer als solches – denn diese Samen werden bei der Aussaat nur auf die Erde gestreut – sie brauchen für die Keimung also Licht – und vorsichtig angedrückt. Basilikum ist z. B. so  ein Lichtkeimer. Anfänglich hatte ich ihn mal mit Erde bedeckt: der Keimerfolg war spärlich bis nicht vorhanden.

Die Samen der Kaltkeimer brauchen für die Keimung  – wie der Name schon sagt – Kälte, teilweise sogar Frost.

Für mich war dies am Anfang unvorstellbar, bis ich irgendwo gelesen habe, dass dies wohl daran liegt, dass die Samen keimungshemmende Stoffe enthalten, die durch Kälte erst abgebaut werden. So rum macht das Ganze wieder Sinn: Die keimungshemmenden Stoffe verhindern die Keimung zur falschen Zeit. Wenn es ausreichend gefroren hat und die hemmenden Stoffe abgebaut sind, heißt dies für den Samen: Hallo Frühling !

Man soll die Saat von Kaltkeimern sogar durch Lagerung im Kühlschrank oder sogar im Gefrierfach veräppeln können. Ich habe so etwas mal über die Aussaat von Christrosen und Märzenbechern gelesen. Mein erster Aussaat – Versuch mit einem Kaltkeimer steht gerade auf dem Balkon: Bärlauch !

Ich liebe Bärlauch ! Er soll am besten keimen, wenn man ihm  Bedingungen schafft, wie sie im Wald vorherrschen (siehe auch hier: da kommt er her !), am Besten eine Abdeckung aus Ästen, Laub und Tannennadeln. Bei allem, was ich über Kaltkeimer gelesen habe, hat sich bei mir festgesetzt, dass es bei dieser Gruppe mit der Keimung wohl immer sehr langsam und gemächlich von statten geht. Wenn es überhaupt klappt. Ich werde berichten, wenn mein Bärlauch sich gut macht.

Gießen oder Sprengen?

Ich favorisiere das Sprengen. Mit einer Gießkanne schütte ich so viel Wasser über die kleinen Keimlinge, dass sie hinterher flach auf der nassen Erde kleben und sich erst wieder aufrichten müssen. Dabei besteht Gammel-Gefahr, wenn sie zu lange im Nassen  liegen.

Beim Sprengen ist der Wasserstrahl feiner und ich kann ihn besser dahin lenken, wo er gebraucht wird: Auf oder viel mehr in der Erde.  Auch achte ich darauf, dass die feinen Blättchen möglichst wenig Wasser abbekommen, und schon gar nicht dauerhaft (die Tropfen an dem Paprika-Keimling auf dem Foto unten sind Kondenswasser).

Es gibt im Fachhandel spezielle Flaschen zum Sprengen und auch Aufsätze, die man auf Flaschen befestigen kann. Bei mir reicht ein einfacher Wäschesprenger, wie ich ihn auch beim Bügeln benutze.

aussaat, paprika hamik

Vorbehandlung der Samen

Ich glaube nicht, dass dieser Schritt wirklich zwingend erforderlich ist, ich habe damit aber gute Erfolge erzielt: Große Samenkörner weiche ich über Nacht in Wasser ein, bevor ich sie aussäe. Die Erde ist zwar auch nass und die Samen können darin ebenfalls Wasser aufnehmen, ich glaube aber, dass die Keimung bei dieser Vorbehandlung schneller und leichter erfolgt. Ich gehe dabei intuitiv vor. Mit dem Einweichen hatte ich sehr gute Erfolge bei Stockrosen, Lupinen, Physalis, Malven, Kornblumen und Skabiosen. Bei den  Samen der Roten Beete hatten die Körner schon kleine Wurzeln, als ich sie aus dem Wasser genommen und ausgesät habe.

 

Ein paar Worte über Behälter…

 

Plastik ? Pfui! Wir sind Gärtner und haben grüne Herzen statt der vermeintlich grünen Daumen ! Am Anfang wollte ich partout keine Plastiktöpfe, zumal es ja so viele tolle Alternativen gab: Torfquelltöpfe, gepresste Töpfe aus sich mit der Zeit zersetzendem Material, halbierte Klopapierrollen mit Erde befüllt, Aussaattöpfchen aus Zeitungspapier gedreht, Eierkartons, usw. usw. – ich habe dies alles ausprobiert.

Natürlich haben diese Methoden ihre Berechtigung. Aber wissen wir immer, womit bedruckte Papiere so bedruckt wurden? In meinen Versuchen hatten all die vorgenannten Behälter einen weiteren, entscheidenden Nachteil: durch die ununterbrochene, hohe Feuchtigkeit fangen  sie bei mir nach ein paar Tagen an zu schimmeln – und nichts ist für so einen kleinen Keimling zu Beginn seines Lebens so schädlich wie Schimmel und Gammel !

Meine Plastiktöpfe benutze ich wieder und wieder, bis sie kaputt gehen. Nach dem Auspflanzen staple ich sie platzsparend und nach Größen sortiert und verwahre sie im Schuppen, bis ich zu Beginn des neuen Jahres die Saison wieder starte – dann werden die Töpfe mit heißem Wasser gründlich gereinigt und ausgeschrubbt.

Eine Erdpresse – was ist das denn?

Oder ich benutze anstelle der Töpfe nur die Anzucht-Erde – und sonst gar nichts. Wie jetzt?

Als ich begonnen habe, mich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, ob ein eigener Garten für mich das Richtige ist, bin ich auf einem amerikanischen Organic-Gardening-Blog über einen sogenannten Soil-Blocker gestolpert – eine Erdpresse, mit der sich handliche kleine Würfelchen aus Anzuchterde formen und in eine Wanne setzen lassen – mit einem vorgeformten Loch für das Samenkorn.

 

aussaat, erdpresse

 

Hier bei uns in Deutschland hatte ich im letzten Jahr so eine Erdpresse nur für einzelne Würfel gefunden. Meine Presse – die gelbe auf dem Foto – habe ich bei der Gärtnerei Pötschke erstanden. Man hat mir dort sehr freundlich gestattet, direkt auf das Produkt zu verlinken – wer von Euch sich informieren möchte, der klickt bitte hier:

 

 Gärtnerei Pötschke – Erdpresse

 

Als Blogger bin ich verpflichtet, kenntlich zu machen, wenn ich von den empfohlenen Herstellern oder Händlern Zuwendungen erhalte:

Erstmalig habe ich von der Gärtnerei Pötschke Saatgut für Gemüse und Blumen zum Testen  erhalten – alle Sorten sind neu im Sortiment – wofür ich mich herzlich bedanke und worauf ich sehr stolz bin ! Ich werde im Einzelnen über die Pflanzen berichten. Es sind tolle Sachen dabei !

In Amerika und England gibt es  Erdpressen,  mit denen man gleichzeitig vier Würfel nebeneinander setzen kann. So eine habe ich seitdem gesucht, bis ich in einem Gartenkatalog für 2016 fündig geworden bin. Die Bestellung habe ich aufgegeben und ich muss das Gerät natürlich noch ausführlich testen, bevor ich hier etwas dazu schreiben kann.

Vielleicht hat der eine oder andere Leser so eine Presse und mag  seine Erfahrungen damit in die Kommentare schreiben? Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen !

Den Umgang mit der Erdpresse musste ich etwas üben. Die Erde muss gut durchgefeuchtet werden, bevor sie in die Presse gefüllt wird, sonst hält der Ballen nicht zusammen. Und die Erde muss natürlich gut in die Form gepresst werden, damit sich ein kompakter Würfel bildet.

Der Vorteil so eines Erdblocks liegt klar auf der Hand: Ich erspare der kleinen Pflanze den Schock beim Pikieren. Schon mal kleine Pflanzen vereinzelt? Pikieren ist eine Tätigkeit, die ich beim Vorziehen überhaupt nicht mag. Ich schwitze dabei jedes Mal Blut und Wasser und bin überrascht, dass die Kleinen die Prozedur überleben. So einen Erdblock kann ich ganz leicht nehmen und in einen größeren Topf setzen, ohne auch nur eine einzige der kleinen Wurzeln zu beschädigen.

Ihr seht also: So schlimm ist es gar nicht !

Und ich merke gerade bei mir selbst, dass ich an Erfahrung deutlich zugelegt habe und dass es mit der Aussaat und meinen Keimerfolgen in diesem Jahr noch besser klappt als im letzten Jahr.

Probiert es aus und berichtet mir gerne von Euren Erfahrungen !

Herzlichst, Eure

Unterschrift mittel

 

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Hallo liebe Petra,
    ich habe dich gerade über Instagram gefunden -du hast ja einen hübschen Blog und dein Post ist klasse.
    Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen alles was ich an Samen und Saatgut noch herumfliegen habe zu verbrauchen. Irgendwie wird das nämlich immer mehr und so oft habe ich nix mehr gekauft, weil ich „ja noch was habe“ 😉
    So eine Erdpresse habe ich nicht, aber sie hört sich ganz praktisch an.
    Hält die Erde denn wirklich auf Dauer fest ? Ich hätte ja doch bedenken, dass mir der Würfel spätestens beim gießen wieder auseinander fällt.
    Aber das werde ich ja hier dann lesen 🙂
    LG Naddel

    • Petra

      März 11, 2016

      Kommentar absenden

      Hallo Naddel, vielen Dank, das kann ich zurückgeben ! Dein Blog ist auch sehr schön. Liebe Leser: http://www.verliebtinzuhause.blogspot.de !
      Bloggen macht mir einfach immer mehr Spaß, je länger ich dabei bin. Der Blog wächst irgendwie jeden Tag weiter…

      Mit dem Saatgut geht es mir genauso, meine Kollektion füllt einen ganzen Karton. Es gibt aber auch schööööne Sachen ! Gestern ist mein Bingenheimer Saatgut-Katalog angekommen…schwärm ! Gestern habe ich mich über etwas wahnsinnig geärgert, da war ich nach Feierabend Frust-shoppen. Nicht Schuhe, nein, Dahlien-Knollen ! Meine neueste Sucht…

      Bei der Erdpresse kann ich nur sagen, dass die Würfel erstaunlich gut zusammen halten. Ich stelle sie in der Anzuchtwanne dicht an dicht – so halten sie die Feuchtigkeit besser und stützen sich gegenseitig. Und ich gieße nicht, ich denke, dass würde sie tatsächlich kaputt spülen. Ich sprühe mit meinem Wäsche-Sprenger ein paar mal ordentlich über alle Würfel hin und her. Und die Erde muss von Anfang an gut durchgefeuchtet sein. Etwa vergleichbar mit einem vollgesogenen Schwamm – wenn man sie zusammendrückt, kommt bei mir das Wasser raus. Die Wurzeln werden ja auch immer mehr, je größer der Keimling wird, und das trägt auch dazu bei, dass der Würfel besser hält. Meine ältesten Würfel sind jetzt von Anfang Februar und immer noch „knackig“ :).

      Bentonit soll dazu beitragen, dass die Erde besser klebt, aber das habe ich bisher nur gelesen und noch nicht getestet. Und man will sich ja wegen ein paar Würfelchen keinen 10 Liter Sack Bentonit auf den Balkon legen… Wenn ich säe, fülle ich mir eine alte Teig-Schüssel mit Anzucht-Erde und darauf kommt dann ein halber Liter Wasser. Das knete ich dann durch, genau wie Teig, und lasse es etwas stehen, bevor ich die Würfel mache – man ist schon irgendwie verrückt, oder? ;))

      Lieben Gruß
      Petra

  2. Heide

    März 10, 2016

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    Hallo,
    schnell vorne weg, ich versteh rein gar nichts vom Garten, wurschtel mich einfach so durch. Heuer hab ich mir ein Samentütchen mit Petunien gekauft und werde das mal probieren. Dafür sind Deine Tipps goldrichtig, auch wenn ich leider keine Ahnung habe wo Petunien zu Hause sind. Vielleicht klappt es trotzdem. Vor allem das mit dem über Nacht ins Wasser legen der Samen werde ich ausprobieren. Mehr, als dass es nichts wird kann mir doch nicht passieren. Zum Glück hab ich ein ganz kleines bißchen eigenen Garten und niemand schreibt mir vor was ich anpflanzen muß. Deshalb habe ich außer ein paar Beerensträuchern nur Blumen und Blütensträucher.
    Also schon mal Danke für die Tipps, werde sicher öfters mal reinschauen und wenn es Dich interessiert, auch gerne berichten was aus meinen Samen geworden ist.
    Liebe Grüße
    Heide

    • Petra

      März 10, 2016

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      Dann viel Glück mit den Petunien, liebe Heide, sie anzusäen habe ich noch nicht ausprobiert ! Darum würde es mich sehr freuen, wenn Du hier bei Gelegenheit mal berichtest, wie es Dir damit so ergangen ist. Du kannst mir auch gerne ein Foto mailen.

      Mit dem Quellen lassen habe ich gerade wieder bei meiner roten Beete „Forono“ gute Erfahrungen gemacht ! Die Samen hatten schon kleine Wurzeln, als ich sie aus dem Wasser geholt habe. In England ist dieses „presprouting“ wohl weiter verbreitet als bei uns, habe ich irgendwo gelesen.

      Viel Erfolg und schau‘ gerne wieder rein !
      Lieben Gruß
      Petra

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