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Kleingarten – Erfahrungen

Von am Jun 15, 2015 in DIY, Garten & Natur | Keine Kommentare

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Hallo, da bin ich wieder ! Höchste Zeit, meinem stark vernachlässigten Kleingarten – Blog wieder Aufmerksamkeit und Pflege zu widmen.

Während meiner 5wöchigen Reha-Abwesenheit von der letzten Märzwoche an bis über den ganzen April hinweg war in meinem Kleingarten der Frühling im wahrsten Sinne des Wortes „ausgebrochen“, und wo vorher nur ödes Grau in Grau und halb verrottetes Laub vom letzten Jahr zu sehen war, empfing mich nun neben vielen schönen Überraschungen das absolute Vegetations-Chaos, in dem insbesondere mein ganz spezieller Freund, der Giersch, die Revolutionsführung gegen meine Garten-Neuanlage-Versuche übernommen hatte. Dem galt es erstmal Einhalt zu gebieten.

Und dann gab es da dringend noch zwei handwerkliche Projekte zu verwirklichen, über die ich in Kürze ausführlich berichten werde:

Da gab es zum einen den Bau meines Tomatenhauses, denn meine selbst angezogenen Tomaten, die während meiner Abwesenheit von meiner Mutter sehr gut gepflegt wurden, hatten zwischenzeitlich enorme Ausmaße angenommen und brauchten dringend einen geeigneten Unterstand im Freien. Inzwischen kann ich berichten, dass meine ersten Versuche im Tomatenanbau erfolgversprechend verlaufen und die ersten kleinen Mini-Tomaten am Strauch hängen.

Mein Tomatenhaus: Mittlerweile sind die Wellplatten dran und die ersten Tomaten drin.

Mein Tomatenhaus: Mittlerweile sind die Wellplatten dran und die ersten Tomaten drin.

Und auch für meine selbst angezogenen Kräuter, die inzwischen durch Zukäufe und Ableger von lieben Bekannten Gesellschaft bekommen haben, habe ich in meinem Kleingarten – Paradies über Himmelfahrt eine Kräuterspirale gemauert, gut 200 Liter Erde eingefüllt und sie bepflanzt. Heute habe ich den ersten Oregano geerntet und zum Trocknen ausgelegt!

Es gab aber nicht nur neue Projekte zu planen und umzusetzen …

…sondern auch die Ergebnisse meiner gärtnerischen Erstversuche aus dem letzten Jahr zu begutachten:

So hatte ich mich im Herbst 2014 über die Pflege von Johannisbeersträuchern schlau gelesen und mich an meinen ersten Verjüngungsschnitt gewagt. Die Äste meiner beiden uralten Johannisbeersträucher standen viel zu dicht und ich habe sie fast um die Hälfte ausgelichtet und gekürzt. Ich hatte große Zweifel, ob sie in diesem Jahr überhaupt tragen würden und hatte mich schon damit auseinander gesetzt, sie roden zu müssen.

Meine Befürchtungen waren völlig unbegründet, denn bei meiner Rückkehr aus der Reha standen die Büsche in voller Blüte und mittlerweile hängen die Beeren-Rispen so schwer und dicht an den Ästen, dass ich sie teilweise auf- und zusammenbinden musste. Ich werde also sehr viel zu ernten und zu verarbeiten haben.

Dicht an dicht: Ich werde einiges zu pflücken haben ! Und der nächste Auslichtungsschnitt ist im Herbst fällig...

Dicht an dicht: Ich werde einiges zu pflücken haben ! Und der nächste Auslichtungsschnitt ist im Herbst fällig…

Gleiches kann ich über meinen Birnenbaum berichten !

Der Gute hat mir im letzten Jahr ganze 6 Birnen beschert  – die ich für die Tiere habe liegen lassen. Im Spätwinter habe ich die Krone deutlich ausgelichtet und die obersten Äste gekürzt. Einen Konkurrenz-Stamm zum Hauptstamm habe ich ganz entfernt. Das Ergebnis sah erstmal furchtbar aus. Anfang Mai trug dann auch der Birnenbaum wunderschöne Blüten. Von denen haben sich zwischenzeitlich etliche in kleine Mini-Birnen verwandelt, und zwar einige mehr als im letzten Jahr, obwohl ein Bestäuber in der näheren Umgebung fehlt.

C Birnen

Doch genauso wie mein Kleingarten mir meine ersten Erfolgserlebnisse bereitet hat, gab er mir auch einige Rätsel auf, die es zu lösen galt:

Viele Recherchen und einen ph-Wert-Test später kann ich sagen, dass ich das Rätsel gelöst habe:

Ich konnte die ersten beiden Pflanzen ohne Mühe aus der Erde heben – sie hatten schlichtweg keine Wurzeln mehr. Die kleinen Übeltäter sind die Wühlmäuse, deren Gänge ich im letzten Jahr immer mal wieder freigelegt hatte. Nun teste ich mich durch die Vielzahl der ungiftigen Abwehrmethoden, angefangen bei meinem solarbetriebenen Wühlmausschreck, der alle 20 Sekunden einen fiesen Pfeifton ins Erdreich schickt bis hin zu Pflanzen, die sie nicht riechen können.

Mein neuer Waldscheinmohn: Ich hoffe auf üppige Selbstaussaat !

Mein neuer Waldscheinmohn: Ich hoffe auf üppige Selbstaussaat !

Ein weiteres Problem im Kleingarten war die Kälte in den letzten Wochen…

… insbesondere in den Nächten, weshalb über lange Zeit so ziemlich alles, was ich direkt ins Freiland gesät hatte, einfach nicht keimen wollte – die Möhren haben es bis heute nicht getan, während Mangold, Kohlrabi, Rote Beete, Dill, Radieschen und einige Kräuter mittlerweile recht gut wachsen.

Zur Kälte kam die Trockenheit und eine leere Regentonne. Dank eines netten und hilfsbereiten Vereinskollegen funktioniert nun endlich meine alte Handpumpe. Nun kann ich endlich richtig gießen und ich bin die Sorge los, dass  der 7 Meter tief gebohrte Brunnen versandet ist. Zwischenzeitlich besitze ich eine elektrische Pumpe mit den zugehörigen Schläuchen und Anschlüssen, was auch eine Wissenschaft für sich ist und viel Recherche bedurfte.

„Aber die Hilfe ist doch da!“

… werden sich nun viele denken. Natürlich kann ich mir auf unserer Kleingarten- Anlage immer jemanden holen, der sich mit diesen Dingen auskennt. Dies hat in meinen Augen zwei große Nachteile: Erstmal kostet es oft auch  Geld, etwas machen zu lassen. Und wenn ich mich nicht selbst mit diesen Dingen auseinander setze und andere machen lasse, bleibe ich hilflos wie ein Baby zurück und bin genauso schlau wie vorher.

Mal ganz abgesehen davon, dass das Erfolgserlebnis ausbleibt, wenn man es nicht alleine geschafft hat. Das Pumpen-Thema bleibt jedoch spannend, denn nun gilt es die elektrische Pumpe zum Pumpen zu bringen, und das ist mir bis jetzt nicht gelungen.

Rhodo

In dem Moment, in dem die alte Schwengel-Pumpe endlich Wasser ausgespuckt hat – mit ordentlich Rost drin am Anfang – sprang dann aber auch gleich wieder meine kreative Hirn-Hälfte an und ich habe begonnen, vor meinem geistigen Auge meinen künftigen Pumpen-Platz zu entwerfen. Denn die an sich schöne, shabbige alte Pumpe steht versteckt hinter meinem alten, abbruchreifen Schuppen, den ein Sturm während meiner Reha abgedeckt hat und in den es nun reinregnet. Kurz über lang muss die Bruchbude da also weg.

Die Pumpe steht auf einem häßlichen Rohr mit Anschluss für die Elektropumpe. Ich plane nun eine Art abschließbaren Schrank um das Rohr herum, in dem ich die E-Pumpe samt Ansaug- und Wasserschlauch verstauen kann. Oben drauf hätte ich gerne eine hübsche Zinkwanne, die das Wasser aus der Handpumpe auffängt. Aber das ist alles Zukunftsmusik und Stoff für einen späteren Post in diesem Jahr.

Es wird also viel zu berichten geben – in  Kürze mehr !

Herzlichst, Eure

Unterschrift mittel

Nachtrag vom 25.02.2016:

Als Kleingarten – Inhaber ist es wichtig und richtig, sich immer wieder die eigenen Anfänge vor Augen zu führen, ganz besonders dann, wenn man auf der Stelle tritt und meint, dass es nicht voran geht oder man das Gefühl hat, dass der Winter einfach nicht enden will.

So geht es mir jetzt gerade !

Dabei hat sich im letzten Jahr auf meiner Parzelle so viel getan. Die Posts zu meinen oben erwähnten Projekten sind mittlerweile veröffentlicht. Hier geht es direkt zu den Beiträgen:

Kräuterspirale

 Tomatenhaus

Schaut gerne dort vorbei !

Herzlichst, Eure

Unterschrift mittel

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